Wie erstellt man eine WordPress Website?


Eine eigene Website zu erstellen ist nicht immer einfach. Wer auf ein Content Management System wie WordPress zur├╝ckgreift, kann hier nicht nur viel Zeit sparen, sondern auch auf eine ganze Reihe von Werkzeugen und Hilfsmitteln zur├╝ckgreifen. Damit Du auf der Basis von WordPress Deine eigene Website erstellen kannst, braucht es nur wenige Schritte. Wir zeigen Dir, worauf Du dabei besonders achten solltest.

WordPress Website Bildquelle: Pixabay

Was ist ├╝berhaupt WordPress?

WordPress ist ein Content Management System (CMS), welches urspr├╝nglich zur Erstellung von Blogs entwickelt wurde. Im Verlauf der Zeit wurde das System jedoch immer gr├Âsser und umfangreicher, sodass sich heute unterschiedliche Arten von Webseiten mit diesem System erstellen lassen. Der grosse Vorteil liegt in der strikten Trennung von Content (Inhalt) und Design. Nutzer m├╝ssen f├╝r WordPress also weder HTML noch PHP beherrschen, sondern k├Ânnen ├╝ber einen einfachen Editor die verschiedenen Inhalte ver├Âffentlichen. Unter den CMS wird WordPress von ├╝ber 60 Prozent der Nutzer eingesetzt. Mittels WordPress lassen sich viele unterschiedliche Arten von Webseiten realisieren. Unter anderem:

  • Blogs
  • Unternehmens-Webseiten
  • Landingpages
  • Onlineshops
  • Portfolios f├╝r K├╝nstler
  • Online Magazine und Newswebseiten
  • Online-Communities
  • Wikipedias und Nachschlagewerke
  • und vieles mehr

Der erste Schritt: Das passende Hosting finden

Um eine eigene Website mit WordPress zu erstellen, brauchst Du zun├Ąchst einmal ein passendes Hosting. Also einen Platz auf einem Server, welcher dauerhaft mit dem Internet verbunden ist und wo Du WordPress installieren kannst. Im Hosting ist in der Regel nicht nur eine Domain mit inbegriffen, sondern viele Hoster bieten mittlerweile auch die M├Âglichkeit WordPress mit nur einem Klick zu installieren. Das macht es f├╝r Dich besonders einfach, da die grundlegende Website innerhalb weniger Minuten erzeugt werden kann. Um WordPress zu installieren und es auch umfassend nutzen zu k├Ânnen, sollte das Hosting ├╝ber einige Punkte verf├╝gen. Achte also darauf, dass der Hosting-Anbieter unter anderem PHP 7 oder h├Âher, MySQL 5.6 oder h├Âher und HTTPS unterst├╝tzt. Zudem ist ein FTP-Zugang (File-Transfer-Protocol) wichtig, um Daten schnell und einfach auf den Webspace ├╝bertragen zu k├Ânnen.

WordPress herunterladen und beim Hoster installieren

Bietet Dein Hosting-Anbieter keine Schnellinstallation von WordPress an, musst Du dieses von Hand installieren. Das geht zum Gl├╝ck ebenfalls schnell und einfach. Auf der Website von WordPress kannst Du Dir bequem und einfach die neueste Version von WordPress herunterladen. Die Dateien sind komprimiert und m├╝ssen vor dem Hochladen auf Deinen Webspace von Dir entpackt werden. Lade nun die Dateien auf Deinen Webspace und erstelle eine neue Datenbank, welche Du mit einem eindeutigen Namen und einem Passwort versiehst. Dies gelingt auch ├╝ber das Backend des Hosting-Anbieters schnell und ohne Probleme. Nun musst Du nur noch Deine Domain aufrufen, welche mit der WordPress-Installation verbunden ist und wirst nun von WordPress durch den Installationsvorgang gef├╝hrt. Halte hierf├╝r den Namen und auch das Passwort der Datenbank bereit.

Die grundlegenden Einstellungen vornehmen

Nun kannst Du ├╝ber www.deineDomain/wp-admin ins Backend von WordPress gelangen und hier die wichtigen und notwendigen Einstellungen vornehmen. ├ťber die Seitenleiste kannst Du auf die verschiedenen Elemente zur├╝ckgreifen. Als erstes solltest Du allerdings auf die generellen Einstellungen zugreifen und diese an Deine Vorstellungen anpassen. In diesem Bereich legst Du viele wichtige Details Deiner neuen Website fest.

Zun├Ąchst einmal solltest Du den Titel und den Untertitel Deiner Website anpassen. Diese sind die Aush├Ąngeschilder Deiner Website und werden auch von den Suchmaschinen registriert. Ebenfalls in diesem Bereich findest Du die Landeseinstellungen, in welchen Du die Zeitzone, die Sprache und auch die Datums-Einstellungen der Website anpassen kannst.

Ein wichtiger Punkt f├╝r jede Website sind die Kommentare. Unter dem Punkt „Diskussion“ kannst Du einstellen, ob User die verschiedenen Beitr├Ąge kommentieren d├╝rfen und kannst auch hier Einschr├Ąnkungen vornehmen. Wichtig ist hier einzustellen, dass Kommentare einer Freischaltung bed├╝rfen. So kannst Du nicht nur unangemessene Inhalte verhindern, sondern auch verhindern, dass der Kommentar-Bereich von Spam-Bots geflutet wird. Ebenfalls wichtig sind die sogenannten Pings und Pingbacks. Hier kannst Du einstellen, ob andere Websites benachrichtigt werden sollen, wenn Du diese in einem Beitrag verlinkst und ob Du benachrichtigt werden m├Âchtest, wenn eine andere Website Deine Inhalte verlinkt.

Der letzte Punkt in den Einstellungen betrifft sogenannte Permalinks. Diese sind wichtig, damit unter einer URL immer der gleiche Inhalt zu finden ist. Du standardisierst damit auch die Verlinkungen auf Deiner Website und kannst sprechende URLs nutzen. Somit wird der Titel der jeweiligen Unterseite zum Teil der URL und ist somit einfacher zuzuordnen. Hiervon profitieren nicht nur die Nutzer, sondern auch die Suchmaschinen.

Nutzer und Rollen zuweisen und definieren

Arbeitest Du gemeinsam mit Freunden an der Website ist es sinnvoll, unterschiedliche Nutzer anzulegen. Du kannst sogar f├╝r unterschiedliche Nutzer unterschiedliche Berechtigungen festlegen. Im Bereich Benutzer kannst Du einzelne Nutzer anlegen und diesen Benutzernamen und eine E-Mail-Adresse anlegen. Jedem Nutzer kannst Du im Anschluss eine Rolle zuweisen. WordPress bietet insgesamt f├╝nf verschiedene Rollen an:

Abonnenten haben nur wenige Rechte. Sie k├Ânnen sich ins Backend einloggen, dort aber nur das eigene Profil bearbeiten und Beitr├Ąge anderer Nutzer lesen.
Mitarbeiter k├Ânnen eigene Beitr├Ąge erstellen und diese auch wieder bearbeiten. Ver├Âffentlichen d├╝rfen Mitarbeiter diese Beitr├Ąge allerdings nicht selbst.
Autoren k├Ânnen Beitr├Ąge nicht nur schreiben und ver├Ąndern, sondern diese auch selbst ver├Âffentlichen.
Redakteure k├Ânnen alle fremden Beitr├Ąge nicht nur bearbeiten, sondern diese auch ver├Âffentlichen.
Der Administrator hat alle Rechte im Backend und kann unter anderem auch die gesamte Website anpassen. Diese Rechte sollte man nur mit Bedacht vergeben.

Themes und Templates: Das Aussehen der Website bestimmen

Der Men├╝punkt „Design“ f├╝hrt nun in den Bereich, in welchem Du das Aussehen der Website bestimmen kannst. ├ťber Themes und Templates ist es dabei m├Âglich ein Design zu erstellen, ohne selbst Grafikprogramme zu nutzen oder die Seite programmieren zu m├╝ssen. Du findest online eine grosse Bandbreite an kostenlosen und auch kostenpflichtigen Designs und Templates, welche f├╝r die unterschiedlichsten Webseiten geeignet sind. ├ťber die Live-Vorschau kannst Du dabei ├╝berpr├╝fen, wie ein Theme oder ein Template im Frontend aussieht. Viele Themes bieten zudem die M├Âglichkeit diese noch individuell anzupassen und somit die Website an Deine Vorstellungen anzugleichen.

Die Navigation festlegen

Ein wichtiger Schritt ist die Navigation, also das Erstellen von Men├╝s. Diese entscheidet nicht nur ├╝ber die ├ťbersicht Deiner Website, sondern zudem auch ├╝ber deren Akzeptanz bei den Nutzern. ├ťberlege Dir also im Vorfeld gr├╝ndlich, wie Du Deine Website aufbauen m├Âchtest und wo bestimmte Inhalte zu finden sind. Schaue Dir beispielsweise einfach einmal unsere Men├╝-Struktur an. Diese kannst Du gut an der Verlinkung oben erkennen. Ein gutes Beispiel findest du ganz einfach bei der Suche im Internet. Hier siehst Du genau, wie die einzelnen Strukturen und Untermen├╝s aufgebaut sind.

Plug-ins installieren – zus├Ątzliche Funktionen implementieren

Plug-ins erweitern die Funktionen von WordPress nochmals ungemein. So kannst Du beispielsweise mittels Plug-ins wie WooCommerce einen eigenen Onlineshop realisieren, kannst mit Contact Form eigene Formulare erstellen oder den Spam in den Kommentaren reduzieren. Es gibt sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Plug-ins auf dem Markt. Wenn Du genau weisst, welche Funktionen Du ben├Âtigst, findest Du in der Regel schnell die passenden Angebote. Nach dem Herunterladen sind diese Plug-ins allerdings nicht automatisch aktiv. Diese m├╝ssen durch einen Klick auf „Aktivieren“ in der Plug-in-Sektion des Backends von Dir aktiv geschaltet werden.

Seiten erstellen: WordPress mit Leben f├╝llen

In WordPress wird zwischen Seiten und Beitr├Ągen unterschieden. Beitr├Ąge werden chronologisch aufgelistet, Seiten hingegen sind statisch. Typische statische Seiten sind unter anderem das Impressum und die Kontakt-Seite. Mit Seiten gibst Du Deiner WordPress Installation nun die erste grundlegende Form und bestimmst deren Inhalte. ├ťber den Editor kannst Du unter dem Men├╝punkt „Neue Seite erstellen“ eine neue Seite hinzuf├╝gen und diese mit Inhalten f├╝llen. Achte dabei auch auf die Seiten-Attribute, welche unter anderem das Erscheinungsbild der Seite bestimmen. Du kannst zudem jederzeit auf „Vorschau“ klicken und Dir anschauen, wie die Seite auf Seiten des Frontends aussehen wird. Bist Du damit zufrieden, kannst Du diese Seite ver├Âffentlichen und somit sichtbar machen.

Beitr├Ąge ver├Âffentlichen: Content hinzuf├╝gen
Beitr├Ąge werden chronologisch auf der Startseite ver├Âffentlicht und sind somit das Herzst├╝ck von WordPress. F├╝r Beitr├Ąge kannst Du den gleichen Editor nutzen wie f├╝r Seiten. Einzig auf der rechten Seite gibt es in der Seitenleiste neue Einstellungsm├Âglichkeiten. So kannst Du beispielsweise Beitr├Ąge auch auf der Startseite halten, sie also immer an oberster Stelle anheften, auch wenn neuere Beitr├Ąge hinzukommen. Nutzer nach M├Âglichkeit zudem Kategorien und Schlagw├Ârter f├╝r Deine Beitr├Ąge, damit Nutzer diese ├╝ber die Suchfunktion einfacher finden k├Ânnen. Zudem ist es so auch f├╝r Dich einfacher, alte Beitr├Ąge schneller zu finden und gegebenenfalls zu ├╝berarbeiten. ├ťber die Mediathek von WordPress kannst Du zudem Bilder, Videos und auch Audio-Dateien in Deine Beitr├Ąge integrieren und f├╝r die Nutzer abspielbar machen.

Aktualit├Ąt und Sicherheit sicherstellen

Im laufenden Betrieb ist es wichtig, dass Du regelm├Ąssig sowohl f├╝r WordPress selbst als auch f├╝r Deine Plug-ins nach Aktualisierungen suchst. WordPress bietet Dir hier eine einfache ├ťbersicht und erlaubt es Dir mit nur wenigen Klicks die Aktualisierungen vorzunehmen. Dies ist wichtig, da mit vielen Aktualisierungen Sicherheitsl├╝cken im System geschlossen werden. Erstelle zudem regelm├Ąssig Backups Deiner Website, um im Notfall schnell auf diese Sicherungen zur├╝ckgreifen zu k├Ânnen.

Analyse der Website f├╝r eine optimale Nutzererfahrung

Nutze zudem auch die verschiedenen Werkzeuge von WordPress, um die Besucherstatistiken und auch die Performance Deiner Website im Blick zu behalten. Auch hier bietet WordPress einige gute Werkzeuge, um jederzeit den ├ťberblick zu behalten.

Fazit: Eine Website mit WordPress ist schnell erstellt und ├╝beraus funktional

Wie Du siehst, ist es spielend einfach, WordPress zu installieren und einzurichten. Es braucht zwar etwas ├ťbung, bis der Workflow perfekt passt, dann kannst Du allerdings sehr schnell neue Inhalte erstellen und WordPress an Deine Vorstellungen anpassen. So kannst Du neue Inhalte ver├Âffentlichen und Deinen Lesern somit Neuigkeiten und mehr pr├Ąsentieren.

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