{"id":662,"date":"2015-10-23T08:04:06","date_gmt":"2015-10-23T07:04:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lernen-mit-spass.ch\/team\/weblog\/?p=662"},"modified":"2015-10-23T08:08:02","modified_gmt":"2015-10-23T07:08:02","slug":"wie-schreiben-vom-frust-zur-lust-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lernen-mit-spass.ch\/blog\/wie-schreiben-vom-frust-zur-lust-wird\/","title":{"rendered":"Wie Schreiben vom Frust zur Lust wird"},"content":{"rendered":"<div align=center><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/lernen-mit-spass.ch\/team\/weblog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/schreibmaschine.jpg\" alt=\"\" title=\"Schreibmaschine\"\/><\/div>\n<p>\n<strong>Durch Spass an der Sache lernen<\/strong><br \/>\nNicht jeder Sch\u00fcler kann sich mit den schreiberischen Qualit\u00e4ten eines Goethe identifizieren und nur wenige Studenten taugen zum Slam-Poeten wie <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=34VNA3HcP5U\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Patrick Salmen<\/a>. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass auch weniger kreative Penn\u00e4ler nicht durchaus viel Freude am Schreiben haben k\u00f6nnen. Wie so oft im Leben, kommt es auch hier nur auf ein wenig Selbstdisziplin und nat\u00fcrlich Interesse an. Denn nichts sch\u00e4rft das \u201eSchwert\u201c des Wortes so sehr, wie ein st\u00e4ndiger Umgang damit. Soll bedeuten: Wer viel schreibt, bekommt durch die Routine automatisch einen umfangreicheren Wortschatz \u2013 dies gilt \u00fcbrigens auch f\u00fcr Fremdsprachen, bei denen sich auch viele Sch\u00fcler schwer tun. <\/p>\n<p><strong>In kleinen Schritten zum Ziel<\/strong><br \/>\nWer gerne schreiben m\u00f6chte, dem aber partout keine interessanten Geschichten einfallen, sollte vielleicht anfangen, ein Tagebuch zu f\u00fchren. In diesem Fall ist ein Anfang schnell gemacht: Wird das n\u00e4chste Mal <a href=\"https:\/\/www.internetstore.ch\/Schulmaterial-schweiz-bestellen-online\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schulmaterial bestellt<\/a>, einfach ein Heft oder Notizbuch mehr ordern und frei losschreiben. Beim Tagebuch-Schreiben kommt es f\u00fcr den Anfang weniger auf einen guten Stil an (der kommt mit der Zeit meist automatisch), sondern vor allem darauf, m\u00f6glichst pr\u00e4zise den Tagesablauf festzuhalten. Das kann ganz klassisch als Brief an einen imagin\u00e4ren Freund geschehen oder in Stichpunkten abgearbeitet werden. Idealerweise packt ein Sch\u00fcler so den Inhalt eines ganzen Tages auf wenige Seiten. Dies mag zwar zun\u00e4chst kleinlich und teilweise langweilig erscheinen, vor allem, wenn auch Kleinigkeiten niedergeschrieben werden. Bewahrt der Sch\u00fcler aber diese Hefte auf, werden sie sich f\u00fcr ihn sp\u00e4testens im Erwachsenenalter als gern gelesener Schatz entpuppen. Selbst wer f\u00fcr den Augenblick wenig Sinn in so einem Tagebuch sieht, sollte sich ausmalen, wie sehr er sich in zwanzig, dreissig Jahren freuen w\u00fcrde, solche B\u00fccher auf dem Estrich zu entdecken. Im Zweifelsfall also einfach als Geschenk an das zuk\u00fcnftige Ich ansehen. <\/p>\n<p><strong>Nicht das \u201eWie\u201c bestimmt<\/strong><br \/>\nIm Grunde genommen ist es gleich, welches Medium f\u00fcr das Schreiben genommen wird. Papier hat den Vorteil, dass es physisch ist. Man kann es also anfassen, darin bl\u00e4ttern. Der Nachteil: Nicht jeder junge Schreiber kann auch mit einer leserlichen Schrift aufwarten. Wer sp\u00e4ter seine eigene \u201eKlaue\u201c nicht mehr identifizieren kann, dem helfen auch die lustigsten Erinnerungen wenig. Vor allem mit Hinblick darauf, dass sich Computer aus dem heutigen Leben kaum noch wegdenken lassen, ist es daher durchaus in Ordnung, seine schreiberischen Ambitionen in digitaler Form zu starten. Allerdings sei geraten, die Worte letztendlich doch in Papierform auszudrucken: Computer haben heutzutage ein kurzes Leben. Ein versehentlich gel\u00f6schtes oder zusammen mit dem alten Rechner entsorgtes Tagebuch kann einem die Laune gewaltig verderben. In einem robusten Hefter f\u00fchlen sich solche Bl\u00e4tter am wohlsten und lassen sich f\u00fcr viele auch angenehmer lesen als am Bildschirm.<\/p>\n<p><strong>Ist der Anfang erst gemacht<\/strong><br \/>\nJunge Schriftsteller, die sich nach einigen Wochen oder Monaten mit dieser Tagebuchform Lust auf mehr gemacht haben, k\u00f6nnen freilich auch zum n\u00e4chsten Schritt \u00fcbergehen \u2013 wem allerdings das Tagebuch-Schreiben allein genug Freude bereitet, sollte sich zu nichts zwingen. Im schlimmsten Fall wird durch solchen \u201eSelbstzwang\u201c n\u00e4mlich der Spass am Schreiben zunichte gemacht. Wer mehr will, sollte einfach etwas aussuchen, was ihn interessiert. Igel sind das Lieblingstier? Wunderbar, dann auf zu Stift oder Tastatur und aufschreiben, warum gerade der Igel diesen Stellenwert einnimmt. Vielleicht gibt es ja auch ein besonderes Erlebnis, dass den Igel auf diese Position gebracht hat? Interessiert sich ein junger Bub f\u00fcr Raumfahrt, kann er freilich auch dar\u00fcber schreiben. K\u00f6nnte er sich vorstellen, auf dem Mars zu leben? Ja? Warum? Die Welt des Schreibens ist eine fast unendliche und es gibt fast nichts, was sich nicht in Worte und zu einer spannenden Geschichte zusammenfassen l\u00e4sst. Und: Wer zuhause so routiniert schreibt, der wird in Aufsatz und Diktat viel weniger Probleme haben, als der, der sich in der Freizeit nur im Bek\u00e4mpfen von Videospiel-Monstern \u00fcbt. Ist die Lust am Schreiben erst einmal geweckt, lassen sich <a href=\"https:\/\/lernen-mit-spass.ch\/freizeit\/geschichten\">Geschichten auch online teilen<\/a> und Meinungen dar\u00fcber mit anderen Schreibern austauschen.<\/p>\n<p><strong>Mit fremden Zungen<\/strong><br \/>\nWas f\u00fcr die Muttersprache gilt, l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich in gleichem Mass auch auf den Fremdsprachenunterricht \u00fcbertragen. Das bedeutet, ein Tagebuch l\u00e4sst sich auch wunderbar auf Englisch, Franz\u00f6sisch oder Italienisch verfassen. Der Vorteil: Was f\u00fcr die eigene Sprache gilt, n\u00e4mlich, dass sie so geschult, gesch\u00e4rft wird, kommt bei einer Fremdsprache in noch viel st\u00e4rkerem Mass zum Tragen. Vor allem dann, wenn das Angenehme mit dem N\u00fctzlichen verbunden wird und ein passendes W\u00f6rterbuch mit auf dem Tisch liegt. Es verlieren auch spontane Vokabeltests an der Tafel jeglichen Schrecken, wenn der Sch\u00fcler mit einem dicken Grinsen im Gesicht die erst tags zuvor beim Tagebuch-Schreiben nebenbei gelernten Vokabeln fehlerfrei notieren kann. <\/p>\n<p><strong>Bitte nichts erzwingen<\/strong><br \/>\nGenerell gilt auch beim Schreiben: Nicht mit Gewalt an die Sache herangehen. Es soll Freude bereiten, denn gezwungernermassen wird schon in der Schule gelernt. Nat\u00fcrlich sollte immer ein Ziel im Auge bleiben. Aber wenn nach einem stressigen Tag wirklich keine Lust vorhanden ist, das Tagebuch oder die Geschichte fortzuf\u00fchren, werden eben nur ein paar kurze Stichworte notiert, die unbedingt rein m\u00fcssen. Und wenn gar einmal mehrere Tage zwischen echten Fortschritten in Tagebuch oder Geschichte vergehen, bitte eines bedenken: Auch die bekanntesten und erfolgreichsten Schriftsteller haben oft genug sehr lange Phasen, in denen sie kein vern\u00fcnftiges Wort zu Papier bringen k\u00f6nnen. Kreativit\u00e4t l\u00e4sst sich n\u00e4mlich nicht erzwingen. Tipps und \u00dcbungen lassen sich zudem <a href=\"https:\/\/www.sekundarschulvorbereitung.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> finden.<\/p>\n<p>Bildquelle: Unspash (<a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/publicdomain\/zero\/1.0\/deed.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CCO-Lizenz<\/a>) pixabay.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch Spass an der Sache lernen Nicht jeder Sch\u00fcler kann sich mit den schreiberischen Qualit\u00e4ten eines Goethe identifizieren und nur wenige Studenten taugen zum Slam-Poeten wie Patrick Salmen. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass auch weniger kreative Penn\u00e4ler nicht durchaus viel Freude am Schreiben haben k\u00f6nnen. 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